Das Jubiläum

Das Jubiläum

Die Gründung des Klosters Fulda im Jahr 744, die Weihe der Ratger-Basilika, die Bestattung König Konrads I. in Fulda und die Verleihung der Markt- und Münzrechte sind die Meilensteine in der Geschichte unserer Stadt, die wir 2019 feiern und Ihnen hier mit ein paar kurzen Ausführungen näher bringen wollen. Tauchen Sie ein in die Geschichte Fuldas und freuen Sie sich auf themenbezogene und außergewöhnliche Veranstaltungen, die wir für Sie im Jahr 2019 planen.


1275 Jahre Gründung Kloster Fulda – Keimzelle für die Besiedlung von Ort und Region

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Weihe der Ratger-Basilika – Vollendung der ehemals größten Kirche nördlich der Alpen

1200 Jahre

Die Ratger-Basilika wurde ab 791 an der Stelle der Gründungskirche von Sturmius im Kloster Fulda gebaut und am 1. November 819 durch den Mainzer Erzbischof Haistulf geweiht. Benannt ist sie nach ihrem Baumeister, dem Fuldaer Abt Ratger. Sie entstand nach dem Vorbild des alten Petersdoms in Rom als doppelchörige dreischiffige Basilika mit Westquerhaus und war der größte Kirchenbau nördlich der Alpen. Der Bau verschlang so große Mittel, dass Abt Ratger vom Konvent des Klosters vertrieben wurde.

Im Verlaufe des Mittelalters zerfiel die Bausubstanz immer mehr, sodass die Ratger-Basilika 1700 abgerissen wurde. An ihrer Stelle wurde nach Plänen von Johann Dientzenhofer der heutige barocke Fuldaer Dom St. Salvator errichtet. Einige Teile der Ratger-Basilika sind heute noch im Dom zu sehen, darunter ein Relief Karls des Großen, eine Schwurplatte vor dem Hochaltar sowie der Taufstein in der Johanneskapelle.

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Bestattung König Konrads I. in Fulda – Letzte Ruhestätte für einen lange vergessenen König

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Verleihung des Münz-, Markt- und Zollrechts – Impuls für die Entwicklung Fuldas zur Stadt

1000 Jahre

Am 1. Juli 1019 verlieh Kaiser Heinrich II. dem Kloster Fulda unter Abt Richard das Münz- und Marktrecht im Ort Fulda mit dem dazugehörigen Zoll sowie die Marktgerichtsbarkeit zu freiem Verfügungsrecht und zum Nutzen des Klosters. Gleichzeitig befreite der Kaiser das Kloster von jeder dem Fiskus daraus zustehenden Abgabe.

Dieses Recht wurde nicht der Stadt, sondern dem Fuldaer Fürstabt zugebilligt. Die Reichsklöster waren wichtige Säulen der Königsherrschaft und wurden mit ihren Ländern, die neben dem geistlichen auch einen weltlichen Herrschaftsbereich umfassten, ständig zu Reichsdiensten, wie etwa auch militärischer Leistung, herangezogen. Im Gegenzug gewährte das Königtum den Äbten als Landesherren wichtige Privilegien, aus denen sich finanzielle Erträge erzielen ließen.

Der „Ort Fulda“ besaß zu dieser Zeit noch keine Stadtrechte. In der lateinisch verfassten Urkunde, die heute im Staatsarchiv Marburg verwahrt wird, ist vom Ort Fulda die Rede. Mit der Verleihung des Münz-, Markt- und Zollprivilegs an den Abt des Klosters Fulda wurden die entscheidenden Weichen für die Stadtwerdung Fuldas gestellt.

Das Zoll- und Münzrecht schuf die materiellen Grundlagen für eine Stärkung der Landesherrschaft Fuldas. Von entscheidender Bedeutung aber war das Marktrecht: Händler konnten nun nicht mehr an einem beliebigen Ort ihre Ware verkaufen, sondern waren gezwungen, ihre Produkte in Fulda zu offerieren. Dies brachte Menschen und Waren in die Stadt und trug entscheidend dazu bei, dass sich hier ein Zentrum bildete, das weit in die Region ausstrahlte. Die Siedlung wuchs und als Abt Marquard Mitte des 12. Jahrhunderts eine Stadtmauer um die Siedlung anlegen ließ, hatte diese alle Merkmale einer Stadt, die ihren Einwohnern auch Schutz bieten konnte. Bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts wird Fulda als urbs oder civitas (Stadt) bezeichnet. Die Urkunde von 1019 setzte also einen Prozess der Stadtwerdung in Gang, der Mitte des 12. Jahrhunderts abgeschlossen war.

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