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Scheiterhaufen

Stadtschloss Fulda

Das Theaterstück „Scheiterhaufen“ von Christine van Endert-Saillet, eine Szenenfolge zum Hexenwahn, thematisiert die allgemeinen Mechanismen der Verfolgung am Beispiel der Jagd auf vermeintliche Hexen. Es basiert auf historischen Dokumenten.

Die Szenen veranschaulichen auf der Bühne die drei Voraussetzungen für eine „erfolgreiche“ Verfolgung in ihrer tragischen Chronologie: der politische Wille der Obrigkeit, willige Handlanger und eine leidende Bevölkerung. Treffen diese Voraussetzungen am selben Ort zur selben Zeit aufeinander, braucht es nur noch einen Sündenbock und die Jagd kann beginnen. Zuerst entsteht ein Gerücht, dann kommt die Anklage, darauf folgen Gefängnis und Folter. Am Ende steht der Tod. So war’s im Mittelalter in Europa. Auch in Deutschland im 17. Jahrhundert. Auch in Fulda.

In Fulda haben Ingrid Möller-Münch und andere die historischen Ereignisse der Hexenverfolgung in der Region recherchiert und veröffentlicht.
Merga Bien, die 1603 wegen angeblicher Hexerei in Fulda verbrannt wurde, stammt aus der geschichtsträchtigen Löherstrasse. Eine Aufführung des Theaterstücks „Scheiterhaufen“ eignet sich deshalb besonders im Jubiläumsjahr der Stadt Fulda.

Das Theater ‘aller art‘  mit Sitz in Eichenzell hat den Scheiterhaufen schon mehrfach regional und überregional aufgeführt.
Die erneute Aufführung des „Scheiterhaufens“ steht unter der Leitung von Christine van Endert-Saillet und  Arnold Pfeiffer.


Schlossstr. 1, 36037 Fulda